Archiv für Juni 2013

Naziaufmarsch am 06.07.2013 verhindern!

Vortrag am 26.07: Ungarn. Hetze, Gewalt und völkisches Krisenmanagement

Am Mittwoch dem 26.07.2013 organisieren wir zusammen mit dem Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Studierendenrates der Universität Halle einen Vortrag mit Karl Pfeifer.

Ort: Melanchthonianum, Uniplatz / 19:00

Ging es in den Medien um das NATO- und EU-Mitglied Ungarn, waren es zuletzt in den seltensten Fällen „positive“ Nachrichten. Gleichzeitig hat hierzulande kaum jemand eine umfassende Vorstellung davon, was für ein Klima in Ungarn momentan herrscht und in was für eine katastrophale Situation die christdemokratische Fidesz-Regierung das Land gebracht hat. Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus sind in Ungarn Teil der Propaganda des politischen Establishments, ebenso Nationalismus und völkisch- “antikapitalistische“ Demagogie und abgrundtiefer Haß gegen Linke und Linksliberale. Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen rechter Milizen, insbesondere auf Roma.
Der österreichische Journalist und Ungarnexperte Karl Pfeifer wird in seinem Vortrag die ungarischen Zustände ausführlich schildern und dabei auch darauf eingehen, ob und wenn ja in welcher Form in Ungarn Widerstand gegen die Regierung(spolitik) und die rechte Gewalt auf den Straßen entsteht.

Neues Buch von Karl Pfeifer: »Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg«

Artikel von Karl Pfeifer zu Ungarn: „Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus sind in Ungarn Teil der Propaganda des politischen Establishments.“

Radiofeature: Ungarn – eine Analyse (u.a. mit Karl Pfeifer)

Und wovon träumt ihr nachts? – Redebeitrag auf „Räume für Träume“ Demo

Wir dokumentieren hier unseren Redebeitrag, welchen wir auf der Demonstration „Räume für Träume“ in Halle am 14.6.2013 gehalten haben:

Und wovon träumt ihr nachts?

So richtig weiß man nicht, in welche Richtung die Demo gehen soll, wenn man das Plakat und den Aufruf betrachtet. Der große Aufhänger ist „Räume für Träume“, aber wovon man träumen soll, bleibt im Dunkeln. Scheinbar von der nicht-kapitalistischen Stadt. Wenn diese aus genauso viel Fantasie besteht wie das Plakat, dann wird es wahrscheinlich gar nicht so anders sein, nur bunter.
Da wird Super Mario gezeigt, ein ehrlicher Handwerker, der jedoch eigentlich die ganze Zeit nur dem Geld und seiner Prinzessin hinterherjagt; Schneewittchen, die den Haushalt für die im Bergwerk des 19.Jh. malochenden Kleinarbeiter schwingt und dann aufgrund ihrer Schönheit und Abstammung durch den Prinzen errettet wird; die Turtles, ein Wunder der Umweltverschmutzung; das letzte Einhorn als Symbol der Ausrottung ganzer Tierarten; und wer könnte besser das Unglück ausdrücken, weswegen ein Großteil der Menschen Glücksgefühle nur noch durch Drogen erfahren, als die sozialpädagogischen Glücksbärchen, die eine permanente Glücksüberwachung und -dosierung betreiben. Und der eigentlich lebhafte und fröhliche Elmo wird zum bös-blickenden Autonomen, dem jede Lebensfreude in seinem Verteidigungskampf abhanden gekommen ist.
Wir denken, dass solche Träume schon ihre Räume gefunden haben. Sie sind dem Raum der kapitalistischen Vergesellschaftung entsprungen und verweisen leider auch nur auf diesen zurück, statt ihn zu überschreiten. (mehr…)