Archiv für Oktober 2014

Workshop – Einführung in die Kapitalismuskritik

Wir wiederholen unseren Einführungsworkshop in die Kapitalismuskritik am 25. und 26 Oktober im Rahmen des Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Studierendenrates der MLU-Halle.

Was sollen die ganzen Krisen?
Warum muss ich immer so früh aufstehen?
Sind die Banker an allen schuld?
Was ist Kapitalismus und wie funktioniert er?

In den zweitäiger Workshop zur Kapitalismuskritik soll sich einführend mit den Grundlagen des Kapitalismus und seiner Kritik beschäftigt werden.
Im ersten Teil des Workshops wird sich damit auseinandergesetzt, was Kapitalismus überhaupt ist, wie dieser funktioniert und was an ihn kritikwürdig ist. Am zweiten Tag geht es dann u.a kritisch um spezifische Formen der Kapitalismuskritik von Rechts und andere Krisenideologien und deren falschen Vorraussetzungen.
Zusammen wollen wir eine kritische Perspektive auf die gegenwärtige kapitalistische Gesellschaft entwickeln.
Der Workshop richtet sich an Personen, welche sich bisher noch nicht weitergehend kritisch mit der kapitalistische Gesellschaft auseinandergesetzt haben, aber dies gerne zusammen mit anderen tun möchten.

Für grundlegende Verpflegung ist gesorgt.
Wir bitten um eine Anmeldung unter geko@riseup.net

Der Workshop findet am 25. und 26.Oktober statt und fängt jeweils um 10Uhr an.

Vortrags- und Informationsempfehlungen zur Postwachstumsbewegung

Vortragsempfehlung.

Am Dienstag findet vom Arbeitskreis Kritischer Intervention des AK ALV des Stura Uni Halle ein Vortrag zum Thema: „Widerstand gegen sich selbst“ – Konsumkritik als subversive Praxis oder kapitalistische Selbstoptimierung? statt.

Vortrag von Ulrich Schuster und Lydia Jacobi (Roter Salon, Leipzig)

Di 14.10 19:30 Uhr, Radio Corax ,Halle, Unterberg 11.

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, vegetarische und vegane Kost, fair gehandelte Produkte, sauberer Strom, Tauschbörsen und Aufrufe zum Shoppingverzicht – der Trend geht zum kritischen Konsumbewusstsein. Längst hat Konsum- und Wachstumskritik die Nischen des politischen Aktionismus und der Subkultur verlassen. Die im September in Leipzig durchgeführte degrowth-Konferenz wurde nicht nur von etablierten Stiftungen und staatsnahen Bildungseinrichtungen unterstützt, es kamen auch Tausende, um dabei zu sein.
Doch worauf zielt eine Bewegung, deren Aufrufe zum Maßhalten und Verzicht die ohnehin gestressten Individuen zu mehr Selbstkontrolle anhalten? Was kommt heraus, wenn sich die Kritik nicht gegen Standortkonkurrenz und Mehrwertproduktion wendet, sondern glaubt das kapitalistische Wachstumsmonster durch „Widerstand gegen sich selbst“ und gelebte Utopien besänftigen zu können?
Gegenüber der Aufmotzung der als Spektakel daherkommenden Konsumkritik zur Befreiungsperspektive ist Skepsis angebracht. Doch worauf läuft sie hinaus? Dem Unbehagen an den negativen Folgen der kapitalistischen Warenwelt für den Menschen und dem Wunsch, nachhaltig zu leben, lässt sich angesichts der Produktion von Giftmüll und minderwertigen Lebensmitteln und im Wissen um den Raubbau an Naturressourcen nicht jegliches kritisches Potential absprechen. Im Vortrag wird es deshalb darum gehen, den Gehalt der Konsumkritik zu beleuchten und ihre Übergänge in affirmative Denk- und Verhaltensweisen aufzuzeigen.

Eine Veranstaltung des AK Kritische Intervention des Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Stura der Uni Halle

Zum Thema Kritik an der Postwachstumsökonomiebewegung gibt es vom Communistischen Labor translib aus Leipzig die Borschüre „16 Thesen zur Degrowth-Konferenz“ veröffentlicht: 16 Thesen zur Degrowth-Konferenz“
Desweiteren hat sich der Arbeitskreis Zweifel & Diskurs auf seinem Blog mit diesen Thema in mehreren Beiträgen beschäftigt: Zweifel & Diskurs

Beim Audioarchiv findet sich zu diesen Thema noch ein Vortrag von Daniel Späth mit den Titel: „Postwachstumsbewegung: Eine Variante (links)liberaler Krisenverdrängung“ zum nachhören.